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Technische Gewässeraufsicht

ist ein Teil der Aufgaben der Wasserwirtschaft und beinhaltet z. B. die stetige Zustandserfassung von Bächen, Flüssen, Seen und des Grundwassers

Temperatur

(siehe auch Wassertemperatur) ist eine Größe, die den wärmemäßigen Zustand eines Stoffes beschreibt .

Tiefbehälter

sind künstliche Trinkwasserbehälter, die dem Ausgleich zwischen Zulauf und Entnahme im Versorgungsgebiet dienen. Im Gegensatz zum Hochbehälter hat ein Tiefbehälter lagebedingt keinen Einfluß auf den Druck im Verteilungssystem.

Toxine

sind wasserlösliche, giftige Produkte des Stoffwechsels von Pflanzen, Tieren und Mikroorganismen (Bakterien).

Toxische Stoffe

sind Toxine, die bei entsprechender Konzentration gesundheitsschädliche Wirkung haben. 

Trennkanalisation

Schmutz- und Niederschlagswasser werden im Gegensatz zur Mischkanalisation getrennt abgeleitet, wobei das Regenwasser direkt in ein Gewässer eingeleitet wird.

Trennsystem

bezeichnet das Kanalnetz, das im Trennverfahren betrieben wird (Trennkanalisation) .

Tri

(siehe organische Chlorverbindungen) .

Trinkwasser

Für menschlichen Genuß und Gebrauch geeignetes Wasser, das bestimmte in Rechtsnormen festgelegte Anforderungen (DIN 2000 "Leitsätze für die zentrale Trinkwasserversorgung" und DIN 2001 "Leitsätze für die Einzel-Trinkwasserversorgung") erfüllen muß. Als wichtigstes und unersetzbares Lebensmittel wird es auch als "Lebensmittel Nr. 1" bezeichnet. Trinkwasser muß frei von Krankheitserregern sein und darf keine gesundheitsschädigenden Eigenschaften besitzen. Es muß keimarm, appetitlich, farb- und geruchlos, kühl und geschmacklich einwandfrei sein. Darüberhinaus darf es nur einen geringen Gehalt an gelösten Stoffen aufweisen, keine unverhältnismäßigen Korrosionsschäden am Leitungsnetz hervorrufen und es sollte in genügender Menge mit ausreichendem Druck zur Verfügung stehen. 98 % der Bürger Deutschlands erhalten Trinkwasser über die öffentliche Wasserversorgung.

Trinkwasseraufbereitung

ist der fachliche Oberbegriff für die Gesamtheit der Maßnahmen zur Verbesserung der Trinkwasserbeschaffenheit. Trinkwasseraufbereitung ist die in verschiedenen Prozessen ablaufende Behandlung des Rohwassers mit physikalischen, chemischen und biologischen Wirkungsmechanismen, um seine Beschaffenheit dem jeweiligen Verwendungszweck anzupassen. Dabei ist es nicht Zweck der Trinkwasseraufbereitung, die Wasserabnehmer mit bestimmten Medikamenten (z. B. Fluor) zu versorgen oder das Wasser so zu verändern, daß es für bestimmte technische Anwendungen geeigneter wird (z. B. weitgehendste Enthärtung), sondern lediglich, daß es den Anforderungen an ein gutes Trinkwasser genügt. Zur Trinkwasseraufbereitung zählen u. a. die Filtration, die Oxidation (z. B. Enteisenung, Entmanganung), die Entsäuerung, die zentrale Enthärtung, die Sedimentation, die Entkeimung und die Sterilisation.

Trinkwasserbehälter

dienen der Wasserversorgung und haben die Aufgabe, die erforderlichen Wassermengen zu speichern, um damit den Unterschied zwischen wasserzufluß und -entnahme auszugleichen und die sich daraus ergebenden jeweiligen Tagesausgleichsmengen bereitzustellen, die Spitzenentnahmen am Tag des maximalen Wasserbedarfs abzudecken, eine Sicherheitsreserve bereitzuhalten, den im Rohrnetz erforderlichen Versorgungsdruck sicherzustellen und eine Reserve für Löschwasser vorzuhalten. Unterschieden werden Hochbehälter, Tiefbehälter, Durchlaufbehälter und Gegenbehälter.

Trinkwassergewinnung

(siehe Wassergewinnung).

Trinkwasserqualität

Die Qualität des Trinkwassers wird durch die Trinkwasserverordnung geregelt. Danach ist es unter Strafe verboten, Trinkwasser so zu gewinnen, herzustellen und zuzubereiten, daß dessen Genuß die menschliche Gesundheit eines anderen zu schädigen geeignet ist.

Trinkwasserschutzgebiet

dient dem gezielten örtlichen Schutz des Trinkwassers vor bakteriellen Belastungen und besonderen Gefahrenherden und besteht im allgemeinen aus dem Fassungsbereich, der engeren und der weiteren Schutzzone, für die bestimmte Einschränkungen und Verbote gelten. Die Zonen, deren Größe sich nach den geologischen und hydrologischen Verhältnissen richten, werden in jedem Einzelfall unter Berücksichtigung der unterschiedlichen örtlichen Voraussetzungen von Fachleuten der Wasserbehörden festgesetzt und umfassen grundsätzlich das gesamte Wassereinzugsgebiet einer Trinkwassergewinnungsanlage. Rechtsgrundlagen für Wasserschutzgebiete sind das Wasserhaushaltsgesetz des Bundes sowie die Wassergesetze der Bundesländer .

Trinkwasserverordnung

(bis 31.12.2002 gültig). Auf der Grundlage des Bundesseuchengesetzes und des Lebensmittel- und Bedarfsgegenständegesetzes erlassene Verordnung über Trinkwasser und über Wasser für Lebensmittelbetriebe -TrinkwV- vom 05.12.1990 (BGBl I, S. 1612), die u. a. Bestimmungen über die Beschaffenheit des Trinkwassers, die Pflichten des Unternehmers oder sonstige Betreibers einer Wasserversorgungsanlage, die Überwachung durch das Gesundheitsamt, Grenzwerte für gesundheitsschädliche chemische Stoffe, Angaben über chemische und bakteriologische Untersuchungsverfahren sowie Angaben über Art und Häufigkeit von Wasseruntersuchungen enthält. Am 01.01.2003 tritt die neue Trinkwasserverordnung in Kraft, die die novellierte EG-Trinkwasserrichtlinie vom 03.11.1998 in nationales Recht umsetzt und im Wesentlichen auf den Ermächtigungen des neuen Infektionsschutzgesetzes -IfSG- basiert. Sie wiederholt zum Teil Pflichten der Wasserversorgungsunternehmen, die schon nach der alten TrinkwV bestanden, wobei einige jedoch neu formuliert wurden. Die Aufgaben von Gesundheitsämtern und Hauseigentümern werden ausgeweitet bzw. präziser formuliert .

Trinkwasserversorgung

(siehe öffentliche Wasserversorgung).

Trübstoffe

sind disperse Stoffe in einer Flüssigkeit, durch die der Lichtfluß geschwächt bzw. gestreut wird.

Trübung

bedeutet die Verringerung der Lichtdurchlässigkeit. In Grund- und Quellwasser entstehen Trübungen durch organische und anorganische Schwebstoffe, sowie durch lebende organische Stoffe (z. B. Plankton).