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Falleitung

Lotrechte Leitung in einem Gebäude, die durch ein oder mehrere Geschosse führt, über Dach gelüftet wird und das Abwasser einer Grund- oder Sammelleitung zuführt (DIN 1986).

Fassungsbereich

Der Fassungsbereich einer Trinkwassergewinnungsanlage, auch als Schutzzone I bezeichnet, ist das eingezäunte Kerngebiet eines Trinkwasserschutzgebietes und soll den Schutz der Anlage (Brunnen) und ihrer unmittelbaren Umgebung vor Verunreinigungen und Beeinträchtigungen gewährleisten .

Feststoffe

(siehe Ungelöste Stoffe).

Filtration

nennt man das Trennen oder Aufspalten eines Feststoff-Flüssigkeits-Gemisches in Feststoffe (Filterkuchen) und Flüssigkeiten (Filtrat) mittels Filter. Als Filtermaterial wird bei der Trinkwasseraufbereitung z. B. Quarzsand oder Aktivkohle verwendet.

Fischtest

ist ein Testverfahren zur Bestimmung toxischer Schadstoffe im Wasser mittels in Becken gehaltener Fische.

Flockung

ist ein Verfahren der Trinkwasseraufbereitung zur Reduzierung vorhandener Trübungen, bei dem unlösliche Stoffe aus dem Wasser in Form voluminöser Teilchen (Flocken) mittels Zugabe von Flockungsmitteln bzw. -hilfsmitteln, wie z.B. Aluminium- und Eisensalze in Form von Chloriden und Sulfaten, ausgeschieden werden. Die Abtrennung der Flocken erfolgt dann z. B. durch Sedimentation.

Flotation

ist ein Verfahren, bei dem Stoffteilchen durch feine Gasbläschen aus einem Stoffgemisch zum Aufschwimmen gebracht werden, wobei flotierter Schlamm (Flotat) entsteht (DIN 4045).

Fluoride

sind Salze des überall in der Natur vorkommenden Elementes Fluor (z. B. Ammoniumfluorid, Kaliumfluorid). Fluorid ist im menschlichen Organismus ein lebenswichtiges Spurenelement (Knochen, Zähne). In manchen Ländern (aus rechtlichen Gründen nicht in der Bundesrepublik Deutschland) werden zur Kariesvorbeugung Fluoride dem Trinkwasser zugesetzt.

Freispiegelleitung

ist eine Rohrleitung, in der das Wasser gemäß dem Gesetz der Schwerkraft von einem höher gelegenen Anfangspunkt zu einem tiefer gelegenen Endpunkt gelangt.

Fremdbezug

bezeichnet diejenige Wassermenge, die ein öffentliches Wasserversorgungsunternehmen von einem anderen Wasserversorgungsunternehmen zur Weiterleitung bzw. Verteilung an Letztverbraucher bezieht.

Fremdwasser

ist das in die Kanalisation infolge Undichtigkeit des Rohrnetzes eindringende Grundwasser, durch fehlerhaft angeschlossene Grundstücksentwässerungen eingeleitete Wasser, sowie einem Schmutzwassernetz zufließende Oberflächenwasser .

Fäkalien

sind von Menschen oder Tieren ausgeschiedene, nicht weiter verwertbare Stoffe (Harn und Kot).

Fäkalschlamm

ist die Bezeichnung für den Anteil des Abwassers, der in einer Grundstückskläranlage zurückgehalten wird und kein durch Belüftung stabilisierter Schlamm ist.

Fäkalstreptokokken

sind Bakterien , die in der Darmflora von Mensch und Tier vorkommen (siehe auch Escherichia coli). 

Fällung

bedeutet, daß gelöste Stoffe mit Hilfe von chemischen Reaktionen in unlösliche Stoffe überführt werden. Fällung ist bei der Trinkwasseraufbereitung oder Abwasserreinigung ein Verfahren, das der Enthärtung oder zur Eliminierung von Phosphat dient.

Färbung

ist die natürliche oder künstliche Farbgebung eines toten oder belebten Körpers, die konstant oder periodisch wechselnd sein kann. Nach der DIN 2000 muß Trinkwasser farblos sein .

Fäulnis

ist die unter Sauerstoffmangel von Mikroorganismen (Bakterien) vorgenommene teilweise Spaltung stickstoffhaltiger organischer Verbindungen.