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DIN 2000

Eine vom DIN Deutsches Institut für Normung e.V. herausgegebene Norm, die eine allgemein anerkannte technische Regel - keine Rechtsnorm - für die allgemeine Wasserversorgung darstellt und "Leitsätze für die zentrale Trinkwasserversorgung", auch bezüglich Planung, Bau und Betrieb der Anlagen, beinhaltet .

Dachablaufwasser

ist das Niederschlagswasser, das von Dachflächen abläuft (siehe auch Regenwassernutzung).

Dehydratisierung

bezeichnet den Vorgang der Abspaltung von Wasser aus einer chemischen Verbindung.

Denitrifikation

ist das biologische Verfahren zur Entfernung der im Wasser oder Abwasser befindlichen Stickstoffverbindungen (z. B. Nitrat und Nitrit). Dabei wird die natürliche Fähigkeit von Miktroorganismen (Bakterien) genutzt, die diese Stickstoffverbindungen in elementaren (gasförmigen) Stickstoff umwandeln. 

Deponiesickerwasser

ist das aus Abfalldeponien austretende Abwasser, das schadstoffmäßig sehr hoch belastet ist.

Desinfektion

Abtöten von Erregern übertragbarer Krankheiten; ist bei Trinkwasser dann zwingend notwendig, wenn Coli-Bakterien, Fäkalstreptokokken oder hohe Koloniezahlen auftreten. Als Desinfektionsmittel stehen u. a. Chlordioxid, Chlorgas, Natriumhypochlorit oder Ozon zur Verfügung. Neben Chlorung ist unter bestimmten Voraussetzungen auch UV-Bestrahlung möglich .

Dichte

Quotient aus Masse und Volumen eines Stoffes in kg/m³ bzw. g/cm³ (siehe auch Wasserdichte). 

Direkteinleiter

Abwasserverursachende Anlage eines Grundstückseigentümers, deren Abwasser mit Zustimmung der Behörden nicht in eine Kanalisation, sondern direkt in ein Gewässer eingeleitet wird.

Disperse Stoffe

nennt man kleinste Verunreinigungen, die jedoch mit dem Auge wahrnehmbar sind. Hierunter fallen die Schwimm-, Schwebe- und Sinkstoffe.

Dissoziation

bedeutet Zerfall, Spaltung, und bezeichnet die Aufspaltung von Molekülen mittels Aufnahme von Wärme in einfachere Atomgruppen. Zerfallen elektrisch neutrale Moleküle in einander entgegengesetzt geladene Ionen, so sprich man von der elektrolytischen Dissoziation. Dissoziierte Stoffe werden als Elektrolyte bezeichnet, da sie den elektrischen Strom leiten.

Dosierung

ist das durchflußabhängige Zusetzen eines Stoffes, der gravimetrisch oder volumetrisch abgemessen wurde.

Dritte Reinigungsstufe

ist ein Verfahren der Abwasserreinigung, das zusätzlich zur mechanischen (Erste Reinigungsstufe) und biologischen (Zweite Reinigungsstufe) Abwasserbehandlung eingesetzt wird.

Druck

(siehe Versorgungsdruck) .

Druckentwässerung

Abtransport von Abwasser aus tiefliegenden Gebäuden oder Baugebieten mit Hilfe einer Pumpe.

Druckerhöhungsanlage

ist Teil einer Wasserversorgungsanlage, mit der der notwendige Versorgungsdruck in einem Versorgungsgebiet mittels Pumpen und Regelungstechnik erhöht und gehalten wird. Sie kann z. B. angeordnet werden zur Förderung aus einem Trinkwasserbehälter oder dem Rohrnetz in einen Behälter oder in ein Rohrnetz.

Druckleitung

Rohrleitung, an deren Scheitel ein größerer Druck als der atmosphärische Druck herrscht (DIN 4044).

Druckprobe

Prüfung der Dichtigkeit eines Rohrnetzes mittels Druck.

Druckstufen

(Druck-)Rohre eines Rohrnetzes sind in Druckklassen eingeteilt, die sich aufgrund des Nenndruckes (ND) ergeben. Davon abhängig ist der zulässige Betriebsdruck.

Durchfluß

Quotient aus dem Volumen eines Mediums, das einen bestimmten Querschnitt durchfließt, und der dazu benötigten Zeit. Ergebnis z. B. in Liter pro Sekunde oder Kubikmeter pro Stunde.

Durchlaufbehälter

ist ein Trinkwasserbehälter, der zwischen einer oder mehreren Pumpstationen und dem Versorgungsgebiet liegt und mit dessen Hilfe Trinkwasser zwischengespeichert oder auch eine Druckunterbrechung bzw. eine Aufteilung von Versorgungsgebieten in verschiedene Druckzonen erfolgen kann .

Düker

ist ein Kreuzungsbauwerk, mit dem innerhalb eines Rohrnetzes ein Hindernis unterfahren wird (z. B. eine Flußunterquerung mit einer Rohrleitung = Flußdüker).

Düngung

wird das Einbringen von Nährstoffen in den Boden genannt. Damit soll die Fruchbarkeit des Bodens erhalten bzw. gesteigert werden. Unterschieden werden organische (z. B. Gülle, Stallmist, Jauche, Kompost, Klärschlamm) und mineralische Düngung (Handelsdünger).